Motu Ultralite AVB Test

Motu Ultralite AVB

AVB = Audio Video Bridging. Hauseigenes Protokoll von Motu zur Übertragung von Audio- und Video-Daten.

Beim Motu Ultralite AVB Audiointerface handelt es sich um den kompaktesten Vertreter aus Motus AVB Reihe. Das Gerät ist robust gebaut und kann sowohl auf dem Schreibtisch als auch im, 19″ Rack (halbe Rackbreite, 1hE) betrieben werden.

Die AVB Technik

Motu Ultralite AVB ; audiointerface.de

Motu Ultralite AVB Frontansicht

AVB steht für „Audio Video Bridging“. Dabei handelt es sich um ein hauseigenes Protokoll, dass zur Übertragung von Audio- und Video-Daten gedacht ist. Es verwendet dafür eine Ethernet-Schnittstelle, über die es bis zu 512 separate Audiokanäle übertragen kann. Theoretisch bedeutet dies, dass das Ultralite sowohl per USB, als auch per Ethernet-Kabel mit dem Rechner verbunden werden kann. In der Praxis ist dies allerdings derzeit nur mit einem Mac möglich. Eine Windows Integration steht noch aus. Doch auch unter Windows kann der Ethernet-Anschluss des Ultralite verwendet werden. Nämlich um Verbindung zu einem weiteren AVB-Gerät herzustellen. Eines der beiden Geräte muss per USB mit dem PC verbunden werden, was beide Geräte unkompliziert nutzbar macht. Auf einen Hauptvorteil der AVB-Technik, nämlich der extrem geringen Latenz, muss man am PC aber derzeit noch verzichten. Dies ist allerdings verkraftbar, da das Ultralite auch mit einer USB-Verbindung ziemlich gute Latenzwerte an den Tag legt.

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Wer mehr als zwei Geräte miteinander Verbinden möchte, kann dies mit Hilfe des „Motu AVB Switch erreichen. Mit diesem können bis zu fünf Geräte miteinander verbunden werden. Zu diesen Geräten zählen auch weitere Switches, so dass die Zahl der möglichen Ein- und Ausgänge nur durch die Zahl der möglichen Kanäle (nämlich 512) begrenzt wird. Die Erweiterungsmöglichkeiten sind also schier unendlich. Und nicht nur das: Vielseitig sind sie auch noch. Beispielsweise bietet Motu zwei 19″ Rack-Geräte an, bei denen eines über 8 Mikrofoneingänge (Motu 8M) und das andere über 16 analoge Ausgänge (Motu 16A) verfügt. Mit dem „Monitor 8“ ist sogar ein Monitormixer und Kopfhörerverstärker mit im Programm.

Ausstattung

Motu Ultralite AVB; audiointerface.de

Motu Ultralite AVB Rückansicht

Das Motu Ultralite AVB verfügt zwar über insgesamt 18 Ein- und Ausgänge, jeweils acht davon sind aber in zwei optischen ADAT-Buchsen zusammengefasst und können daher nur mittels ADAT-kompatibler Zusatzgeräte genutzt werden. Direkt nutzbar ist das Ultralite eingangsseitig über zwei Mikrofon-Eingänge (XLR), zwei Instrumenten-Eingänge (Mono-Großklinke) und sechs Line-Eingänge (Mono-Großklinke). Ausgangsseitig gibt es acht Line-Outs (Mono-Großklinke) sowie den Stereo-Main-Out (2x Mono-Großklinke) und einen separaten Headphone-Out (Stereo-Großklinke).

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Bedienung

Gute Hardware gepaart mit einer umfangreichen Web-App sorgt für viel Vergnügen bei der Arbeit mit dem Gerät

Das Ultralite ist mit einem durchdachten Bedienkonzept ausgestattet. Alle fünf Drehregler (Mic-Gain * 2, Instument Gain * 2, Main-Volume) können gedrückt werden, wodurch ihre Funktion wechselt und somit Zugang zur Menüsteuerung des Gerätes gewährt. Diese Erfolgt über das große LC-Display des Ultralite.

Die sowieso schon recht zugängliche Bedienbarkeit wird nochmal gesteigert, in dem man die zugehörige Web-App benutzt. Wenn das Ultralite mit einem Wlan-fähigen Router verbunden ist, wird dies sogar per Mobilgerät möglich. Die Web-App enthält neben den üblichen Hardware-Optionen wie Sampling-Rate, Routing und Audiobuffer auch einen recht umfangreichen DSP-Mixer. Dieser stellt für jeden Kanal einen beachtlichen Channelstrip zur Verfügung. Hier kann das Signal jeder einzelnen Spur mit allen üblichen Effekten bearbeitet werden. Am oberen Ende befindet sich ein Gate, gefolgt von einem parametrischen Vierband-Eq. Anschließend finden sich nacheinander zwei Kompressoren. Der erste ist tatsächlich als Kompressor betitelt und stellt ein gut brauchbares Allround-Tool dar. Der zweite wird als Leveler bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen digitalen Nachbau von Teltronix Opto-Kompressor-Klassiker LA-2A, der sich (wie der Name schon sagt) besonders eignet um subtile Levelschwankungen auszugleichen. Abgerundet wird der Channelstrip mit einem sehr brauchbaren Reverb. Das einzige was also aus dem tontechnischen Standartwerkzeugkoffer fehlt ist ein Delay. Da es sich dabei aber programmierseitig um einen der simpleren Effekte handelt ist es denkbar, dass ein solches Teil zukünftiger Upgrades sein wird.

Fazit

Das Motu Ultralite AVB ist ein Einsteigergerät für gehobene Ansprüche. Das Audio Interface bietet ein gutes Rundumpaket und eine noch bessere Erweiterbarkeit. Sowohl Verarbeitung als auch Bedienkonzept versprechen, dass man mit dem Ultralite viele Jahre lang Spaß haben kann. Hinzu kommen die vielfältigen Erweiterungsmöglichkeiten dank der AVB-Technologie. Selbst wenn die Ein- und Ausgänge des Ultralite einmal knapp werden sollten, kann es durch Hinzukaufen eines weiteren AVB-Produktes ohne Probleme weiterverwendet werden. Möglich sind diese Erweiterungen aber natürlich nur mit anderen Motu-Produkten, da das AVB-Protokoll proprietär ist. Die Flexibilität kommt also mit einer Bindung an den Hersteller daher.

Motu Ultralite AVB Test
Die beliebte und preisgekrönte UltraLite Interface-Serie bietet im aktuellen Modell UltraLite AVB 18 Eingänge, 18 Ausgänge, die besten Wandler in dieser Preisklasse für mobiles Recording.
9 Testergebnis
Solides Audiointerface mit großartigen Möglichkeiten zur Erweiterung

Die beliebte und preisgekrönte UltraLite Interface-Serie bietet im aktuellen Modell UltraLite AVB 18 Eingänge, 18 Ausgänge, die besten Wandler in dieser Preisklasse für mobiles Recording.

Sound-Qualität
9
Verarbeitung
9.5
Funktionsumfang
9
Preis/Leistung
9.5
Nutzerwertung: 4.35 (2 Stimmen)
Dieser Testbericht wurde veröffentlicht von: Audiointerface.de
Der Test wurde zuletzt aktualisiert am: 03.06.2016

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