Yamaha AG06 Test

Yamaha AG06 Mischpult Test

Yamaha AG06

Der asiatische Hersteller Yamaha ist eigentlich eher für elektrische Instrumente, Mischpulte oder Keyboards bekannt – nicht aber für Audio Interfaces. Das zumindest könnte man meinen, wenn man sich einen kleinen Überblick über die aktuelle Marktlage verschafft, denn von Yamaha sind kaum Geräte in Deutschland verfügbar und tatsächlich umfasst das Portfolio an Audio Interfaces mit USB Anschluss nur sehr wenige Modelle.

Mit dem Yamaha AG06 hat der Hersteller jedoch ein Produkt im Portfolio, das sich hervorragend für Anfänger eignet, mit starken technischen Daten aufwarten kann und dazu ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis bietet. Wer beim Design nicht zu stark gebunden ist, sollte sich das AG06 von Yamaha daher unbedingt einmal ansehen. In unserem Test erfährst du, wie gut dieses USB Audio Interface ist und was du genau von diesem Modell erwarten kannst.

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Yamaha AG06: Leistungen und Verarbeitung

Yamaha AG06 Oberseite

Oberseite mit Funktionen

In der technischen Ausstattung gibt sich das Yamaha AG06 keine Blöße: Mit einer Wandler-Bandbreite von 24 bit und einer Sampling-Rate von stolzen 192 kHz braucht sich dieses Modell auch nicht vor stark ausgestatteten, vollwertigen USB Audio Interfaces wie dem Steinberg UR22 verstecken. Die zwei Combo-Inputs sind allerdings unterschiedlich: Zwar verfügen beide über einen Lowpass-Filter (Pad-Schalter), allerdings ist nur der linke von beiden mit einer zuschaltbaren 48V Phantomspeisung für analoge XLR-Kondensatormikrofone ausgestattet.

Die weiteren Funktionen wie Aufnahme-Lautstärke und Gain werden über Drehschalter angesteuert, die typisch für das Design von Mischpulten sind. Alle Tasten und Schalter befinden sich ausschließlich an der Oberfläche des Geräts und sind hochwertig verarbeitet – klaffende Spaltmaße oder ähnliches findet man bei diesem Interface nirgendwo. Die Lautstärke für die Kopfhörer und den Monitor-Ausgang kann separat angesteuert werden, daneben steht auch noch ein Mute-Knopf zur Verfügung, um stumm zu schalten.

Sowohl die Leistungsdaten, als auch die Verarbeitung überzeugen beim Yamaha AG06 vollkommen. Für ein Audio Interface mit Mischpult-Flair in dieser Preisklasse bietet es sowohl eine hochwertige technische Ausstattung, als auch eine solide Verarbeitung und gute Materialien. Zwar ist das Fehlen eines zweiten XLR-Anschlusses mit Phantomspeisung ein kleiner Makel, dynamische Mikros lassen sich jedoch trotzdem am zweiten Input nutzen. Und ein Kondensatormikrofon reicht in der Regel ohnehin aus.

Besonderheiten dieses Audio Interfaces

Yamaha AG06 Rückseite

Rückseite: USB-Anschluss

Zu den Besonderheiten beim Yamaha AG06 zählen vor allem das Design und die außergewöhnliche Kombination aus Studio-Mischpult und gewöhnlichem USB Audio Interface. Es ist möglich, sowohl Kopfhörer anzuschließen, als auch andere Geräte über einen 3,5mm AUX-Eingang. Ein kleines aber feines Extra, das manchen Nutzer erfreuen dürfte: Man kann das AG06 von Yamaha sogar mit einem Tablet PC nutzen. Leider muss ein 5V Stromanschluss gegeben sein, damit das Gerät funktioniert – auch bei Nutzung an einem normalen Rechner.

Als Ausgänge stehen neben den Kopfhörer- und Aux-Ports auch ein Stereo-Line-Ausgang zur Verfügung und zwar im 6,3mm Format. Auch ein separater Monitor-Ausgang im symmetrischen Format ist bereit, daneben auch noch ein 6,3mm Anschluss für Studio-Kopfhörer – ein großes Plus für professionelle Nutzer. Zahlreiche Status-LEDs zeigen an, ob beispielsweise die Phantomspeisung aktiviert ist, die Eingänge übersteuern und mehr. Ein MIDI-Interface würde hier die Funktionen nochmals pushen, in der Praxis wird dies jedoch ohnehin selten gebraucht.

Preis/Leistungs-Verhältnis und Fazit

Alles in allem gibt es wohl kaum ein Audio Interface / Mischpult als Kombo-Gerät, das so unglaublich vielfältig einsetzbar ist wie das Yamaha AG06. Die Möglichkeit, Instrumente, Mikrofone und Keyboards, sowie analoge Signale umzuwandeln und zu bearbeiten, ist bei kaum einem anderen Gerät in dieser Preis- und Leistungsklasse gegeben. Die Tablet-Funktion und die verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten runden die Funktionalität bei diesem Modell ab.

Für den Preis von ca. 150€ bekommt der Käufer mit dem Yamaha AG06 eine tolle Kombination aus den beiden großen Gerätetypen, das mit einigen Extras aufwarten kann und auch (semi)-professionellen Nutzern für größere Projekte einen Mehrwert liefern kann. Wir können dieses Yamaha Mischpult-Interface uneingeschränkt empfehlen, da es sich auch für erste Gehversuche im Homerecording eignet. Einzig die benötigte Stromversorgung und die fehlende Phantomspeisung beim zweiten Combo-Eingang sind kleine Dämpfer, die dem ansonsten gelungenen Gerät jedoch nur einen kleinen Makel verpassen.

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Technische Daten

  • Phantomspeisung: 48V
  • Sampling-Rate: 48 kHz
  • A/D-Wandlung: 24 bit
  • FireWire-Anschluss
  • Mikrofon-PreAmps: 2
  • Gewicht: 2,4 kg

Yamaha AG06

Das Yamaha AG06 ist zwar nicht das ideale Audio Interface für Einsteiger - wer sich aber damit befasst, erhält ein top Gerät mit soliden Features.

149,00 €

Yamaha AG06 Test
Das Yamaha AG06 ist ein seltsames Gerät, denn es ist eigentlich weder ein richtiges Audio Interface, noch ein echtes Mischpult. Trotzdem liefert es hervorragende Qualität zu einem akzeptablen Preis - sehr gut für ambitionierte Einsteiger geeignet.
8.5 Testergebnis
Weder Interface noch Mischpult

Das Yamaha AG06 ist ein seltsames Gerät, denn es ist eigentlich weder ein richtiges Audio Interface, noch ein echtes Mischpult. Trotzdem liefert es hervorragende Qualität zu einem akzeptablen Preis - sehr gut für ambitionierte Einsteiger geeignet.

Sound-Qualität
9
Verarbeitung
8
Funktionsumfang
8.5
Preis / Leistung
8.5
Nutzerwertung: 3.65 (9 Stimmen)
Dieser Testbericht wurde veröffentlicht von: Audiointerface.de
Der Test wurde zuletzt aktualisiert am: 03.06.2016
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